SCHLUSSAKKORD - Spiegelbild der Zeit


"Spiegelbild der Zeit" heißt der Nachfolger von Schlussakkords Debütalbum "Spieler oder Bauer" und enthält 13 Songs plus Intro, welche mich durchaus überraschten.

"Normalerweise" mag ich keine Intros, finde das der thüringer Jungs aber gelungen und kann ich mir zu Beginn eines Konzertes gut vorstellen. Ruhige, trotzdem rockige Töne, untermalt mit "Wooohoooohoo" und deutlichem Schlagzeug harmonieren diese 1:22 Minuten super zum Einklang des Albums. Dann wird es kurz ruhiger um dann mit einer deutlich reiferen und erwachseneren Stimme direkt klarzustellen "ich bin ein Querdenker, Keiltreiber, Anti-Arschkriecher - der, der andrer Meinung ist." Allgemein ist dieser Song mit klaren Worten gefüllt, welche auch durchaus als Erinnerung dienen können, man selbst zu bleiben.

"Hölle oder Heiligenschein" beginnt wieder mit einem ziemlich geilen Schlagzeugpart, wozu sich nach ein paar Sekunden die Gitarre mischt. Dieser Song packt mich melodisch tatsächlich so sehr, dass ich wenig auf den Text achte - finde die Zeilen "wer du auch warst interessiert jetzt nicht; sag mir die Wahrheit mitten ins Gesicht" sehr gut, da doch viele Menschen sich mehr einbilden, als sie tatsächlich sind und entsprechend auch einiges rausnehmen, sodass man selten weiß ob "Hölle oder Heiligenschein" ?

Der vierte Song ist Part II von "Flammen in den Augen" gefällt mir persönlich weniger, da der erste Part für mich viel angenehmer zu hören war. 

"Wenn ihr mit uns singt" ist für mich dagegen ein richtiges "gute-Laune-Lied" und darf meiner Meinung nach in einer Festivalplaylist nicht fehlen. Da kommt direkt (gerade schmerzlich) die Motivation und Lust auf Konzerte und Festivals, sowie auf ein, zwei oder mehr Bierchen und laut mitzusingen denn "das größte für uns ist, wenn ihr mit uns singt!"

Das sechste Lied "Wer ich war - Wer ich bin" erinnert mich zu Anfang melodisch an andere Deutschrock-Songs und baut etwas Spannung auf, was sich die Jungs textlich haben einfallen lassen. Vom Text her leider dann nicht ganz mein Fall, da es in diese Richtung schon einige Lieder gibt, welche meiner Meinung nach besser getroffen wurden.

"Alles oder nichts, Fehler im System, bückt euch für die Lobby und für die, die euch wählen" sind harte, wahre Worte aus "Asche und Verderben", welche zum Nachdenken anregen. Also ein sehr aktuelles Thema getroffen.

"Siehst du die Sonne" kommt etwas ruhiger und erinnert an vergangene Zeiten, daran, dass alles vorbei geht und gleichzeitig neu anfängt. Ein für mich sehr schönes Lied. Darauf folgt Track Nummer 9 "Der tiefste Punkt", welche auf mich die ähnliche Wirkung wie das vorherige Lied hat - "ich seh den Tunnel; doch das Licht am Ende nicht" lässt mich nachdenklich zurück.

Sehr gut beschreibt "Im Herzen frei", dass Menschen schnell mal verurteilt und in Schubladen gesteckt werden, wenn sie "andre Sitten, andrer Kult" in ihrem Leben haben, doch davon soll man sich nicht beirren lassen, denn "wir sind im Herzen frei!"

Das zweite und dritte Festivalplaylisten- Lied ist "Hebt das Glas", wo "am Boden des Glases die Wahrheit liegt" ;) und "Fahnenmeer", was auch deutlich potenzial für Bengalos hat.

Als vorletztes Lied mit dem Titel "Leben leben Lassen" haben Schlussakkord nochmal ein richtig gutes Lied als "Seelenbalsam" gezimmert. Mit dem üblichen rockigen Tönen wird "deine Regeln; dein Revier" eingespielt - "denn du, nur du, weißt was für dich wichtig ist". Auch wieder die Motivation, dass man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren soll und nichts hinten anstellen soll.

Der letzte Song "Zeit" ist nochmal ein ruhigeres Lied, was ich persönlich irgendwie schade finde. Allerdings trifft es auch wieder alltägliche Themen, dass man seine Zeit nicht verschwenden soll.

Fazit:
Allgemein finde ich die Wahl der Texte wirklich gelungen, aber teilweise nicht ganz so gut umgesetzt. Trotzdem wird durchaus sehr treffend ein "Spiegelbild der Zeit" vorgehalten und ich habe jetzt schon meine Lieblingssongs.

Mary für das Backstage – Das Rock Magazin



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SPIEGELBILD DER ZEIT

VÖ:
05.06.2020

Label: Rookies & Kings

SCHLUSSAKKORD sind:

Christopher - Gesang
Andreas - Gitarre
Denny - Schlagzeug
Rico - Gitarre
Seppel - Bass


 
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