Gegenwind – Eine Lange Nacht VÖ: 26. Juli 2019

Lauter, knackiger Rocksound und die liebe zum Äppler, das beschreibt eine geile Band aus Hessen. Ich rede natürlich von den 5 Jungs der Band Gegenwind aus Wetzlar. Wie ihr zweites Studio Album geworden ist, könnt ihr nun hier nachlesen.

Die Band besteht aus:

Sänger - Andi
Gitarre - Yannick
Gitarre - Max
Bass – Basti
Schlagzeug – Sven


Tracklist

01 Wer zuletzt lacht, lacht am besten

02 So ist das Leben

03 An Alle

04 Brücken

05 Mein Schrei

06 Die einzig Wahre

07 Anker

08 Scherben im Gesicht (feat. Katharina Stahl

09 Lieb mich, hass mich

10 Eine lange Nacht

Direkt beim Opener zeigen die Jungs dass sie Ihre Instrumente fest im Griff haben. Man startet nicht mit einem einfachen Intro, sondern direkt mit nem brachialen Rocksound und einem Song, in dem es darum geht, das man endlich erkannt hat, dass man keine Lust mehr hat für alle nur gut zu sein und den Sündenbock zu spielen. Denn wer zuletzt lacht, lacht am besten.

„Leck mich am Arsch, leck mich am Arsch ich halt den Kopf nie wieder hin!“

Es bleibt auch weiterhin rockig mit dem Stück „So ist das Leben“. Es geht darum, dass man Tag für Tag vor Mauern gestellt wird. Egal ob in der Liebe oder der Freundschaft, man aber trotzdem an seinen wahren Freunden festhalten sollte und gemeinsam aufeinander zählen kann.

„Lass uns trinken auf die Freundschaft, die Freundschaft und das Leben“

Das die Jungs auch sehr gesellschaftskritisch sein können zeigen sie uns mit „An alle“. Es ist scheißegal ob man Extremist der Linken, der Rechten oder der Religiösen Seite ist, sie alle können ihre Argumentation nur mit Gewalt zeigen.

„Faschisten, Anarchisten, religiöse Extremisten ihr habt hier keinen Platz, Ihr bekloppten Terroristen“

Beim folgenden Lied „Brücken“ geht es um einen kompletten Neuanfang den man durchmacht, da man alles alte verbrennt und wegsprengt aus seinen Gedanken um wirklich bei 0 anzufangen.

„Es geht von vorne los, ich verbrannte meine Brücken, hob die Regeln aus den Angeln um die Mauern, die Mauern zu verrücken.“

Als nächstes beginnt es zwar ruhiger, doch es wird richtig schön rockig bei „Mein Schrei“. Der Song handelt davon dass man sich nicht mehr zurückhält und blind ist sondern endlich seine Ketten sprengt und frei lebt.

„Dieses Lied ist keine Lösung, dieses Lied ist ein Schrei, ich sprenge meine Ketten und lebe endlich frei!“

Wer bis jetzt noch nicht gemerkt hat, dass das Album kein Weichspüler ist merkt es definitiv bei „Die einzig Wahre“. Hart, kernig, schnell genauso wie Rock sein sollte. Es handelt von der Liebe zur Musik, denn man gibt für die Musik einfach alles. Musik hilft einem auf jedem weg, deswegen gibt es auch keine stärkere Liebe.

„Sie ist mein Anker und meine Brücke, in langen Nächten ist sie so oft meine Stütze.“


Gesangstechnisch wird es bei „Anker“ etwas ruhiger, was aber zu dem Song perfekt passt, da er davon handelt dass man seine Ängste die einen als Anker im Hafen festhält einholen sollte, um endlich auf Reise zu gehen und das Leben mit offenen Augen zu sehen und zu Lieben.

„Ob du Stark genug bist für die Wellen, die dein Leben schlägt, erfährst du nur wenn du dein Herz an der richtigen stelle trägst.“

Das sich Andi gesanglich auch einen Song teilen kann, merkt man bei „Scherben im Gesicht“ den er zusammen mit Katharina Stahl singt. In dem Lied geht es darum wie man sich nach einer Trennung fühlt, das man Scherben ins  Gesicht bekommt und somit Narben trägt, die man niemals verliert.


„Sieh mir noch einmal in die Augen, darin zerbrach einmal ein Traum, die Scherben liefen über mein Gesicht, nein diese Narben Lügen nicht.“


„Lieb Mich, Hass mich“ ist ein sehr geiler Song, in dem es im Endeffekt darum geht, das es einem scheißegal ist, ob man geliebt oder gehasst wird, und man sich nie mehr dahinzerren lässt, um falsche Hoffnungen zu haben, sondern lieber sein eigenes Leben lebt.

„Du kannst nichts sagen oder tun, um mich davon abzuhalten ich zu sein“

Als letztes kommen wir nun zu dem Track, dem das Album seinen Namen verdankt. „Eine lange Nacht“. Es geht darum, dass man die ganze Nacht wach war, weil man über die verflossene Liebe nachgedacht hat, und nun will man einfach nur noch weg und raus aus den ganzen Gedankenströmen.

„Mein Kopf ist voll, mein Glas ist leer, irgendwie schaff ich das, ich brauch das alles hier nicht mehr.“

Fazit:
Dafür dass es erst ihr zweites Studio Album ist, haben die Jungs definitiv ihre Instrumente im Griff und das beweisen sie. Ein facettenreiches Album was sehr dazu einlädt es öfters zu hören. Alles in allem also eine Scheibe, die in keiner Sammlung fehlen sollte.

Bisherige Alben:

Harte Worte (2012)

geschrieben von Pascal Doris (Franke Rockz)


 
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